Zeitumstellung von Winterzeit auf Sommerzeit – Uhrumstellung

Zeitumstellung | Winterzeit | Sommerzeit | Uhrumstellung

Zeitumstellung von Winterzeit auf Sommerzeit – Uhrumstellung

Inhaltsverzeichnis
Was ist die Zeitumstellung?
Wieso gibt es die Zeitumstellung?
Welche Zeiten gibt es?
Richtige Uhrumstellung?
Risiken der Zeitumstellung
Zeitumstellung managen
Fazit

 

Was ist die Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung wurde 1980 eingefĂŒhrt. Seitdem gibt es neben der Normalzeit auch eine Sommerzeit. Diese galt wĂ€hrend der Sommermonate und diente dazu, Energie zu sparen. Denn durch die Zeitumstellung konnte morgens die Verwendung kĂŒnstlichen Lichts eingespart werden. Bei der Zeitumstellung handelt es sich somit um die Etablierung zweier Zeitstrukturen, die aufgrund von Energieersparnissen zum Einsatz kamen und auch heute noch gĂŒltig sind. Im Jahr wird zwei Mal die Zeit umgestellt: im MĂ€rz und im Oktober.

Wieso gibt es die Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung wurde im Jahr 1980 in Deutschland eingefĂŒhrt. Das Argument fĂŒr die Zeitumstellung war eine Energieersparnis, da weniger Licht benötigt wird, wenn das Tageslicht durch die Uhrumstellung besser verwendet wĂŒrde. Sie ist als Reaktion auf die Ölkrise zu verstehen, die sich 1973 abgespielt hatte. Die Ölkrise war das Ergebnis einer Auseinandersetzung zwischen den arabischen Staaten und Israel. Weil die westlichen MĂ€chte eingriffen und sich auf die Seite Israels schlugen, stoppten die arabischen Staaten die Lieferung von Öl und erhöhten die Preise enorm. Deutschland war von diesen Öllieferungen abhĂ€ngig und setzte diverse Maßnahmen um, um Energie zu sparen. Aus diesem Grund ist die Zeitumstellung aus dem Jahr 1980 als Antwort auf die Ölkrise zu verstehen, damit die AbhĂ€ngigkeit vom Öl arabischer Staaten reduziert werden konnte.

Jedoch konnte in der heutigen Zeit festgestellt werden, dass der Energiebedarf trotz der Zeitumstellung nicht etwa sinkt, sondern ansteigt. Zwar wird wĂ€hrend der Sommermonate abends weniger Licht benötigt, allerdings in den kĂŒhleren Monaten des FrĂŒhlings und SpĂ€tsommers vermehrt geheizt. Das Energieaufkommen fĂŒr das Heizen ĂŒbersteigt dabei den fĂŒr die Verwendung von heutiger Lichttechnik.  

Welche Zeiten gibt es?

Durch die Uhrumstellung gibt es in jedem Jahr zwei verschiedene Zeiten. Unterschieden wird zwischen der Winter- und der Sommerzeit. Hierbei gilt die Winterzeit jedoch als Normalzeit, welche bereits vor der EinfĂŒhrung der Sommerzeit befolgt wurde. HierfĂŒr gibt es festgelegte Daten, an denen die Uhrumstellung stattfindet.

Wie funktioniert Zeitumstellung

Winterzeit bzw. Normalzeit

Die Winterzeit bzw. Normalzeit dauert von Ende Oktober bis Ende MĂ€rz an. Immer am letzten Sonntag des Oktobers wird auf die Winterzeit umgestellt. Das bedeutet, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Stunde mehr zur VerfĂŒgung steht, denn der Uhrzeiger wird zurĂŒckgestellt. Von 3 Uhr auf 2 Uhr in der Nacht. Auf diese Weise soll es in den dĂŒsteren Wintermonaten morgens frĂŒher hell werden. Die Winterzeit endet schließlich mit dem letzten MĂ€rzsonntag, der dieses Jahr auf den 29. MĂ€rz 2020 fĂ€llt.

Sommerzeit

Die Sommerzeit beginnt, wenn die Winterzeit endet. Das bedeutet, dass am letzten MĂ€rzsonntag die Uhr fĂŒr die Sommerzeit umgestellt wird. In dieser Nacht geht schließlich eine Stunde verloren, denn der Zeiger wird von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Am letzten Sonntag des Oktobers wird schließlich wieder die Uhr eine Stunde zurĂŒckgestellt, so dass die Winterzeit eingelĂ€utet werden kann.

Richtige Uhrumstellung?

Viele Menschen fragen sich jedes Mal erneut, wie die Uhr nun umgestellt werden muss, um der Zeit angepasst zu werden. Hierbei verschaffen kleine EselsbrĂŒcken Abhilfe, die kurz und knapp zusammenfassen, wie die Zeitumstellung funktioniert.

„Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer.“

Dieser Merksatz scheint auf den ersten Blick wenig mit der Uhrumstellung zu tun zu haben. Jedoch hilft eine genauere Überlegung, um diesen Vergleich zu entschlĂŒsseln. Das Thermometer zeigt wĂ€hrend des Sommers Plusgrade, wĂ€hrend die Temperaturen im Winter eher im Minusbereich zu verorten sind. Genau so erfolgt letztlich auch die Umstellung der Uhr: fĂŒr die Sommerzeit wird um eine Stunde vorgestellt (+1), in der Winterzeit wird eine Stunde zurĂŒckgestellt (-1).

„FrĂŒher aufstehen im FrĂŒhjahr.“

Da mit der Sommerzeit eine Stunde der Nachtruhe geraubt wird, muss man gewissermaßen eine Stunde frĂŒher aufstehen. Das fĂ€llt vor allem am ersten Morgen nach der Zeitumstellung auf. Zu diesem Zeitpunkt kann sich der Körper noch gar nicht an die Uhrumstellung gewöhnt haben.

„Spring forward, fall backward.“

Dieser Merksatz kann auf unterschiedliche Arten aus dem Englischen ĂŒbersetzt werden. Gewissermaßen spielt er mit einer Doppeldeutigkeit. „Spring vorwĂ€rts, falle rĂŒckwĂ€rts“ heißt eine Variante der Übersetzung. Hierbei wird die Bewegungsrichtung beschrieben. Beim Springen versucht man meist, sich vorwĂ€rts zu bewegen, wĂ€hrend das Fallen oftmals mit einem ZurĂŒckfallen in Verbindung steht. Sie fragen sich nun, was das mit der Zeitumstellung zu tun hat? Aus dem Amerikanischen lĂ€sst sich auch folgende Übersetzung erstellen: „FrĂŒhling vorwĂ€rts, Herbst rĂŒckwĂ€rts.“ Hier wird die Bewegungsrichtung der AktivitĂ€ten Springen und Fallen auf die Uhrzeiger ĂŒbertragen und fĂ€llt gleichzeitig mit den Jahreszeiten zusammen.

„Im Sommer stellt man die Gartenmöbel vor das Haus, im Winter wieder zurĂŒck.“

Dieser Merksatz ist weit verbreitet und sehr beliebt. Die Gartenmöbel zĂ€hlen hier gewissermaßen fĂŒr den Uhrzeiger. Im Sommer wird dieser vorgestellt, im Winter wieder zurĂŒck. Genau wie mit den Gartenmöbeln verhĂ€lt es sich also auch mit dem Zeiger der Uhr.

Risiken der Zeitumstellung

Die Zeitumstellung birgt verschiedene Risiken unter unterschiedlichen Aspekten. Die jeweiligen Auswirkungen unterscheiden sich je nach Art der Zeitumstellung: handelt es sich um den Beginn der Winter- oder der Sommerzeit? Da die Zeit hier entweder um eine Stunde vor oder zurĂŒck verschoben wird, treten diverse Problematiken auf.

Risiken der Zeitumstellung

Weniger Licht

Eine Petition hat dafĂŒr gesorgt, dass die Zeitumstellung in den EU-Staaten abgeschafft werden soll. Jedoch ist noch nicht klar ersichtlich, wann das geschehen wird. Politiker haben jedoch bereits durchscheinen lassen, dass eine dauerhafte Umstellung auf die Sommerzeit erfolgen sollte. Hierzu werden jedoch kritische Stimmen laut, die auf die Risiken hinweisen, die eine dauerhafte Sommerzeit mit sich bringen wĂŒrde. Im Falle einer ewigen Sommerzeit mĂŒssten wir uns auf weniger Licht am Morgen einstellen. Vor allem im Winter wĂŒrde das schwer zum Tragen kommen, denn dann ist gebietsweise mit dem Sonnenaufgang erst um 9:30 Uhr zu rechnen. Verschiedene Experten sagen, dass das kritisch zu betrachten ist, denn das morgendliche Licht wird benötigt, damit sich der Körper auf den Tag einstellen kann. Auch die lĂ€ngeren Tage bilden keinen guten Ausgleich, weil abends die MĂŒdigkeit einsetzen sollte. Wenn dann jedoch die Sonne noch lange scheint, kann nicht ausreichend das mĂŒde machende Hormon Melatonin ausgeschĂŒttet werden. Dadurch wĂŒrden verstĂ€rkt Schlafprobleme auftreten und DauermĂŒdigkeit könnte zum Begleiter werden, vor allem in den sowieso schon tristen Wintermonaten.

Erhöhtes Unfallrisiko

Die Umstellung von der Sommer- auf die Normalzeit sorgt in der Regel fĂŒr kein erhöhtes Unfallrisiko. Da eine Stunde in der Nacht lĂ€nger zur VerfĂŒgung steht, fĂŒhlen sich die Menschen ausgeschlafener. Jedoch birgt die Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit ein großes Risiko. Denn durch den einsetzenden Schlafmangel, der aus der fehlenden Stunde resultiert, leiden viele Personen unter Konzentrations- und Leistungsschwierigkeiten, wodurch es hĂ€ufiger zu UnfĂ€llen kommen kann.

Gesundheitliche Faktoren

Auch gesundheitlich macht vor allem die Umstellung auf die Sommerzeit zu schaffen. Etwa ein Viertel der Deutschenleidet unter verschiedenen BeeintrĂ€chtigungen aufgrund der Zeitumstellung im FrĂŒhjahr. Besonders hĂ€ufig kommt es zu Schlafstörungen, da der Wach-Schlaf-Rhythmus durch die fehlende Stunde in der Nacht und die verĂ€nderte Helligkeit am Tag durcheinandergebracht wird. Dadurch kann es wiederum zu einem erhöhten Risiko fĂŒr Diabetes, Depressionen, Schlaf- und Lernproblemen kommen. Diese Prognose wird vor allem in Hinblick auf eine dauerhafte Sommerzeit gestellt. Da die Menschen an sehr vielen Tagen im Dunkeln aufstehen mĂŒssten, wodurch sie nicht richtig wach werden wĂŒrden.

Doch auch bei der kurzzeitigen Zeitumstellung können ĂŒber einen Zeitraum von 4 bis 14 Tagen Beschwerden auftreten. So lange braucht der Mensch durchschnittlich, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen und sich dieser anzupassen. An diesen Tagen ist es möglich, dass Schlafstörungen, MĂŒdigkeit, depressive Verstimmungen, Schwankungen der Herzfrequenz, KonzentrationsschwĂ€che, Gereiztheit, Appetitlosigkeit und Verdauungsprobleme auftreten.

Negativ fĂŒr Tier & Mensch

Auch fĂŒr Tiere bedeutet die Zeitumstellung eine Änderung des Tagesrhythmus und damit verbundene EinschrĂ€nkungen. So geben KĂŒhe innerhalb der ersten Tage nach der Zeitumstellung weniger Milch. Das hĂ€ngt damit zusammen, dass die Landwirte frĂŒher mit dem Melken beginnen und somit eine Stunde weniger Zeit fĂŒr die Milchproduktion bleibt. Viele Landwirte beugen dem durch eine langsame VerĂ€nderung des Melkrhythmus vor, allerdings ist das sehr zeitaufwendig.

Außerdem kommt es nach der Zeitumstellung vermehrt zu WildunfĂ€llen. Dies ist mit dem Beginn der Sommerzeit der Fall. Die Zeit des Berufsverkehrs ĂŒberschneidet sich in dieser Zeit mit der aktivsten Zeit der Tiere, so dass sich Tiere und Autos hĂ€ufiger kreuzen, wodurch es zu UnfĂ€llen kommt.

Zeitumstellung managen

Um sich ideal auf die Zeitumstellung einzustellen, können Sie ein paar Hinweise befolgen, die Ihnen vor allem die Umstellung auf die Sommerzeit leichter gestaltet. Denn bei der VerĂ€nderung von der Winter- zur Sommerzeit gibt es grĂ¶ĂŸere Probleme, als andersherum. Das liegt daran, dass eine erholsame Stunde in der Nacht wegfĂ€llt, die nicht einfach so nachgeholt werden kann.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie sich bereits vorher an die neuen Aufstehzeiten der Sommerzeit gewöhnen. DafĂŒr empfiehlt es sich, dass Sie an den Tagen vor der Uhrumstellung frĂŒher schlafen gehen und frĂŒher aufstehen. Dadurch passen Sie sich an den Tagesrhythmus an, der mit der Zeitumstellung einsetzt.

Außerdem sollten Sie wĂ€hrend der ersten Tage nach der Zeitumstellung keine frĂŒhen Termine legen. Dadurch reduzieren Sie das Risiko, dass Sie unter KonzentrationsschwĂ€che aufgrund von MĂŒdigkeit leiden oder wĂ€hrend morgendlicher Fahrten in einen Unfall verwickelt werden. Falls am Tag dennoch MĂŒdigkeitsphasen auftreten, sollten Sie keinen Mittagsschlaf einlegen, sondern lieber an die frische Luft gehen und spazieren. Dadurch werden Sie wacher, tanken im Idealfall Vitamin D und machen durch die Bewegung etwas fĂŒr Ihre Gesundheit.

Fazit

Wie Sie in unserem Beitrag lesen konnten, bleibt es fraglich, ob die Sommerzeit eine gute Idee war und auch weiterhin ist. Die Zeitumstellung bedeutet fĂŒr den Körper Stress und kann unterschiedliche Nebenwirkungen mit sich bringen, die sich vor allem in Form von MĂŒdigkeit und Abgeschlagenheit Ă€ußern. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie auf sich achten. Dabei geht es nicht allein um Ihr Schlafverhalten, sondern allgemein um Ihre Gesundheit. Damit Ihnen das gelingt, bieten wir vom Mitteldeutschen Institut fĂŒr Weiterbildung (MIFW) diverse Workshops und Seminare an, die sich rund um das Thema Gesundheit und Stressmanagement drehen. Kontaktieren Sie uns gerne.

Gastbeitrag schreiben
UnterstĂŒtzen Sie unsere Blogschreiber