Wird 2019 ein Zeckenjahr?

Mit den ersten Sonnenstrahlen und steigenden Temperaturen beginnt nicht nur der Frühling, sondern auch die Saison der Zecken. Sind Temperaturen von über sieben oder acht Grad erreicht, steigt die Zeckendichte in der Natur. Doch was bedeutet das für Ihre Gesundheit? Überdurchschnittlich viele Menschen erkranken an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Durch höhere Temperaturen in den letzten Jahren und einem milden Winter gehen Experten davon aus, dass ein hohes Infektionsrisiko im Sommer 2019 erwartet wird. Die angenehmen Temperaturen sorgen dafür, dass neue Zeckenarten in Deutschland heimisch werden. Dazu gehören die tropische Hyalomma oder die Auwaldzecke.

Super-Zecke 2019: Hyalomma-Zecke in Deutschland auf dem Vormarsch?

Die Hyalomma-Zecke ist fast dreimal so groß wie die europäischen Verwandten, der Gemeine Holzbock, hat auffällig geringelte Beine und wurde 2018 erstmal in Deutschland entdeckt. Anders als die Holzbock-Zecke jagt sie aktiv und verfolgt ihre „Opfer“ gegebenenfalls über mehrere hundert Meter. In ihrer Heimat gilt die Hyalomma-Zecke als Überträgerin von Krankheitserregern. Darunter fallen auch die Erreger des Krim-Kongo Hämorrhagischen Fiebers, des Arabisch Hämorrhagischen Fiebers und einer Form des Zecken-Fleckfiebers.

Wann beginnt die Zeckenzeit in Deutschland?

Die Zeckenzeit beginnt nicht, wie vielen Menschen vermutet, im Sommer. Zecken sind von Februar bis Oktober aktiv. Sobald es an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen über sieben Grad Außentemperatur sind, erwachen Zecken aus Ihrer Winterstarre. Je nach Temperatur können sich Anfang und Ende der Zeckensaison aber auch verschieben.

Wieso sind Zecken gefährlich?

Zecken ernähren sich vom Blut verschiedenster Säugetiere. Die Menge des gesaugten Blutes ist für den Wirt jedoch nicht gefährlich. Zecken sind allerdings Parasiten und übertragen Krankheitserreger auf Mensch und Tier. So kann ein harmloser Zeckenbiss gefährlich werden.

Die beiden Krankheiten, die hauptsächlich übertragen werden sind Borreliose oder FSME.

Die Lyme-Borreliose ist eine akute und chronisch verlaufende Krankheit. Sie kann verschiedene Organe und speziell Haut, Nervensysteme und Gelenke betreffen. Diese Krankheit kann sowohl Menschen, als auch Säugetiere und Vögel infizieren.

FSME ist ein Virus, welcher eine Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen und Fieber hervorruft. Allerdings kommen bei einem Teil der Patienten Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten dazu. Bei den meisten Infizierten treten jedoch keine Krankheitsanzeichen auf.

Zecken Risikogebiete in Deutschland 2019

Risikogebiete befinden sich vor allem dort, wo die Wahrscheinlichkeit für Borreliose- und FSME-Erreger besonders hoch ist. Darunter fallen für FSME insbesondere große Teile Bayerns, Baden-Württemberg, Teile Südhessens und Thüringen. Für Borreliose besteht vor allem in Brandenburg, Sachsen und Bayern entlang der polnischen Grenze ein erhöhtes Risiko. Die Verbreitungsgebiete sind inzwischen allerdings sehr ungleichmäßig verteilt. Daher ist es vor einer Reise oder einem Urlaub empfehlenswert, sich entsprechend zu informieren.

Quelle: http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Wissen/Zecken-2019-Gibt-es-dieses-Jahr-eine-Zeckeninvasion

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