Warum Ihre Schuhe Sie krankmachen können

Gesundheit | Schuhe | Füße

„Was viele Menschen immer wieder vergessen: Der Schuh muss zum Fuß passen. Nicht umgekehrt.“ Diese Aussage stammt von Dr. Johannes Flechtenmacher. Eigentlich sollte dieses Zitat vor jedem Schuhgeschäft aufgestellt werden, denn oft werden zu kleine oder enge Schuhe geduldet, ohne das weiter über die Folgen nachgedacht wird. Dieses Problem ist keine Neuigkeit, denn bereits 2010 kam der Fußreport des Deutschen Schuhinstituts zu erschreckenden Ergebnissen. Mehr als 80% der 5000 getesteten Frauen und Männer trugen zum Zeitpunkt der Studie Schuhe, die nicht zur Größe ihrer Füße passten.

Warum ist das ein Problem?

Dabei kann der falsche Schuh sich nicht nur durch Fußschmerzen bemerkbar machen. Das falsche Schuhwerk kann zu Rückenschmerzen, Gelenkproblemen und sogar Hüft- und Kopfschmerzen führen. Deshalb sollten Sie diese Beschwerden vorbeugen.
Fußschmerzen an sich entstehen oft, wenn die Fußmuskulatur nicht genug beansprucht wird. Damit ist nicht gemeint, dass Sie in Zukunft den langen Weg zur Arbeit nehmen sollen. Dadurch, dass wir ständig in Schuhen laufen, verkümmern unsere Füße in gewisser Weise. Sie tragen uns nicht nur von einem Ort zum anderen, sondern agieren vor allem als Sinnesorgan und auch Greifwerkzeug. Um diesen Funktionen gerecht zu werden, sollten Sie regelmäßig barfuß über unebenes Gelände laufen, welches zum Beispiel aus Steinen, Gras oder Sand besteht.
Manchmal sind die Fußprobleme jedoch genetisch veranlagt. Dann hilft auch kein Barfuß laufen mehr, sondern ein Besuch beim Arzt.

Die Tipps, die hier aufgezählt sind ersetzen keinen Arztbesuch. Sind Ihre Schmerzen nach etwa drei Tagen noch nicht verschwunden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bringen Sie dabei die Schuhe mit, die Sie für gewöhnlich tragen. Der Arzt wird sich auch diese anschauen wollen, um sich von ihrer Fußstellung ein Bild machen zu können.

Allgemeine Tipps und Tricks

  1. Wenn Ihre Füße nach einem langen Lauf wehtun, dann laufen Sie weiter. Ihre Füße werden gut durchblutet und Sie werden im Nachhinein weniger Beschwerden haben.
  2. Wechseln Sie ihre Schuhe regelmäßig. Das Tragen von Schuhen mit verschiedenen Absätzen stellt den Fuß in immer neue Positionen. Solange man es nicht übertreibt, sind sogar hochhackige Schuhmodelle möglich. Für den Sommer eignen sich im Übrigen Sandalen mit Fußbett am besten.
  3. Kaufen Sie Schuhe immer nachmittags. Zu späteren Tageszeiten sind die Füße leicht geschwollen, was ideal zum Anprobieren von neuen Schuhen ist. Dadurch vermeiden Sie den Kauf von zu kleinen Schuhen.
  4. Der wichtigste Indikator beim Schuhkauf ist die Bequemlichkeit. Wenn ein Schuh bequem sitzt, zögern Sie nicht gleich mehrere Modelle zu kaufen. Sollte man ärztlich bestätigte Fußprobleme haben, so sollte man auch auf das Schuhmodell achten und beim Hausarzt nach Rat fragen.
  5. Vermeiden Sie spitze Schuhe. Die spitz zulaufenden Schuhe können zu einer Fehlstellung der Zehen führen.
  6. Neben bequemen Schuhen sollten Sie auch ein paar Einlagen kaufen. Diese geben dem Fuß zusätzlichen Halt.
  7. Greifen Sie auf Gesundheitsschuhe zurück. Mittlerweile sehen die meisten Gesundheitsschuhe wie ganz normale Alltagsschuhe aus. Für das Büro gib es auch viele Business Schuhe. Regelmäßige Fußbäder, tägliche Fußgymnastik und Gewichtsverlust können dabei helfen, Fußschmerzen auf lange Sicht positiv zu beeinflussen.

Unsere Füße sind unser Haupttransportmittel. Wir sollten ihre wichtige Funktion nicht vernachlässigen und diese regelmäßig pflegen. Außerdem spricht nichts gegen ein gelegentliches Fußbad, bei dem man sich etwas Zeit für sich nehmen und in Ruhe entspannen kann.

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