Mit Minimalismus stressfrei leben

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Unser Alltag ist meist sehr herausfordernd – Stress am Arbeitsplatz, soziale Verpflichtungen, digitaler Überfluss. Ruhe zu finden ist dabei meist gar nicht so einfach. Deshalb ist es wichtig, sich in den eigenen vier WĂ€nden rundum wohlzufĂŒhlen. Minimalismus ist ein Wohnkonzept, welches ein stressfreies Leben begĂŒnstigen kann. Was genau dahinter steckt und wie Sie Ihr Zuhause minimalistischer gestalten können, erfahren Sie hier:

Was ist Minimalismus?

Der Begriff Minimalismus stammt ursprĂŒnglich aus der Kunst und beschreibt eine Kunstrichtung, welche als Gegenbewegung zum Expressionismus entstanden ist. Im Gegensatz zu den aufwĂ€ndigen expressionistischen GemĂ€lden bestehen die Werke des Minimalismus aus reduzierten Farben und Formen.

Heutzutage wird der Begriff Minimalismus in vielen DomÀnen verwendet. So beschreibt Minimalismus nicht nur ein Wohnkonzept, sondern wird auch als Lebensstil aufgefasst. Auch im Design, in der Mode und Architektur ist Minimalismus ein gÀngiger Begriff. Allen gemein ist der Grundsatz Dinge auf das Wesentliche zu reduzieren.

Wie minimalistisches Wohnen den stressigen Alltag entschleunigen kann

Minimalismus steht dem Konsum im Überfluss entgegen. Die meisten Menschen besitzen viel zu viele Dinge, die sie eigentlich gar nicht benötigen: Dinge, fĂŒr die sie eigentlich keinen Platz in der Wohnung haben und welche eher im Weg stehen, als dass sie hilfreich wĂ€ren.

Ein Grundgedanke des Minimalismus ist, dass das AufrĂ€umen und EntrĂŒmpeln der Wohnung auch die Seele befreit. GemĂ€ĂŸ dem Motto „Weniger ist mehr“ sollen Menschen all das loswerden, was sie zum Leben nicht brauchen. Darin eingeschlossen ist auch unnötiger Ballast, welcher Stress bedingen kann. Bei der Wohnungseinrichtung stellen sich Minimalisten zwei grundlegende Fragen:

  1. Wie viele Dinge benötige ich wirklich, um glĂŒcklich zu sein?
  2. Besitze ich die Dinge oder besitzen die Dinge mich?

Denn all unsere BesitztĂŒmer fordern unsere Aufmerksamkeit. Der KerzenstĂ€nder will abgestaubt, der BĂŒcherstapel gelesen und die neue Hose getragen werden. Innere Ruhe erlangen Minimalisten durch das Loslassen von Dingen, die ihnen Sorgen bereiten. Schließlich erschweren Sorgen das Genießen der schönen Dinge im Leben. Eine minimalistische Wohnumgebung kann das Abschalten nach einem anstrengenden Tag erleichtern. Es wirkt entschleunigend, wenn wir nicht von unnötigen Dingen umgeben sind. Auch Augen und Gedanken kommen in einer minimalistischen Umgebung besser zur Ruhe. Somit sorgt Minimalismus fĂŒr ein achtsameres und gelasseneres Leben.

Wie viele Dinge darf ich besitzen fĂŒr ein stressfreies Leben?

Im Durchschnitt besitzt ein Deutscher 10.000 GegenstĂ€nde. Es ist offensichtlich, dass niemand so viele Dinge braucht. Aber wie viele GegenstĂ€nde darf ein Minimalist besitzen? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort, da diese sehr individuell ist. Es gilt lediglich: Lass los, was dich belastet und behalte, was dich glĂŒcklich macht.  

Minimalistisch Wohnen – So klappt es am besten

ZunĂ€chst muss erwĂ€hnt werden, dass der Weg zum Minimalismus seine Zeit braucht. Es ist keine VerĂ€nderung, die einfach ĂŒber Nacht geschieht. Es ist eher ein Lern- und Entwicklungsprozess, der mit viel Arbeit verbunden ist. Deshalb ist es von Vorteil mit kleinen Schritten zu beginnen, sich genug Zeit dafĂŒr zu nehmen und eine angenehme ArbeitsatmosphĂ€re zu schaffen, z. B. mit einem leckeren Tee und der Lieblingsmusik.

Minimalismus ist stressfreier

Schritt 1: Von altem Ballast trennen

AufrĂ€umen und EntrĂŒmpeln ist der erste Schritt zu einem minimalistischen Zuhause. Überlegen Sie sich genau, was sie brauchen und was nicht. Trennen Sie sich von unnötigem Ballast. Das heißt natĂŒrlich nicht, dass Sie alles wegschmeißen sollen. Gut erhaltene Dinge können Sie beispielsweise verkaufen oder verschenken.

Die folgende Übersicht liefert Ihnen einen Anhaltspunkt, wie Sie beim AufrĂ€umen und Ausmisten vorgehen können:

Papierkram: Ob Zeitschriften, Briefe oder Werbeprospekte. In einem Haushalt sammelt sich so einiges an Papierkram an. Alles, was unwichtig ist, kommt ins Altpapier. Wichtige Unterlagen und Dokumente werden entsprechend abgeheftet oder eingescannt.

Kleidung: Eine reduzierte Garderobe spart nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit und Nerven. Das GefĂŒhl nichts Passendes zum Anziehen zu haben, obwohl der Kleiderschrank fast aus allen NĂ€hten platzt, wird nachlassen. Auch den Stress jedem Trend nachgehen zu mĂŒssen sollten Sie hinter sich lassen. Sortieren Sie alle KleidungsstĂŒcke aus, die nicht mehr passen, MĂ€ngel aufweisen oder Ihnen einfach nicht gefallen. Behalten Sie nur Teile, welche Sie wirklich benötigen und welche vielseitig kombinierbar sind.

Dekoration: Dekorative GegenstĂ€nde, sorgen meist fĂŒr Unruhe im Raum. Das bedeutet nicht, dass Sie sich von Allem trennen mĂŒssen. Reduzieren Sie einfach die Anzahl an dekorativen Artikeln, so kommt Ihr Lieblings-Deko auch besser zur Geltung. Ein weiterer Vorteil: Es muss weniger abgestaubt werden.

Alte Elektronik: Mit Sicherheit haben Sie noch einige alte GerÀte, wie beispielsweise Handys oder Laptops Zuhause. Entsorgen Sie alles, was Sie nicht mehr benötigen. FunktionsfÀhige GerÀte können Sie verkaufen.

Die „Krims-Krams-Schublade“: Jeder kennt sie, jeder hat sie. Diese berĂŒchtigten Schubladen, RegalfĂ€cher und Schachteln mit Dingen, die Sie vielleicht irgendwann mal wieder brauchen könnten. Schauen Sie sich alle Dinge genau an. Sie werden feststellen, dass Sie das meiste Dinge unbesorgt entsorgen können.

Schritt 2: Minimalistisch Einrichten

Raum schaffen: Ein minimalistisch möblierter Raum entlastet die Sinne. Außerdem kommen MöbelstĂŒcke besser zur Geltung, wenn sie in einem freien Raum stehen. Nach der AufrĂ€um- und EntrĂŒmpelungsaktion können Sie sich sicherlich von ein paar MöbelstĂŒcken trennen.

Farben: Naturtöne, weiß und beige wirken beruhigend. Sie sollten Farben eher reduziert einsetzten, bleiben Sie lieber in der gleichen Farbfamilie.

WohlfĂŒhlatmosphĂ€re: Damit das minimalistisch eingerichtete Zimmer nicht kĂŒhl und ungemĂŒtlich wirkt, können Sie mit Pflanzen, Kissen, Decken und indirekter Beleuchtung fĂŒr ein WohlfĂŒhlambiente sorgen.

Probieren Sie es aus und genießen Sie die entspannende Wirkung eines minimalistisch eingerichteten Zuhauses!

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