Leitungswasser oder Mineralwasser?

Was ist gesünder Leitungswasser oder Mineralwasser?

Wasser ist ein lebensnotwendiger Bestandteil unseres Körpers. Gerade bei warmen Temperaturen ist es notwendig den Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Der Körper verliert vor allem durchs Schwitzen viel Flüssigkeit aber auch Mineralstoffe. Zudem benötigt der Körper die Flüssigkeit unter anderem für die Aufrechterhaltung von Funktionen. Dazu zählen die Verdauung oder auch der Bluttransport. Um genügend Wasser für den Stoffwechsel bereitzustellen, sollten Sie pro Tag mindestens zwei Liter Wasser trinken. Doch welches Wasser ist gesünder? Das Wasser aus der Leitung oder doch das in Flaschen abgefüllte Mineralwasser aus dem Supermarkt?

Leitungswasser versus Mineralwasser

Viele kaufen das Wasser aus dem Supermarkt. 143 Liter Mineralwasser wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich konsumiert. Das Mineralwasser wird für die Verbraucher in Flaschen abgefüllt. Es sieht dadurch geschmacklich besser aus als Wasser aus dem Hahn. Zudem gehen die meisten davon aus, dass die Kontrollen bei Mineralwasser strenger sind. Sodass Sie Mineralwasser im Vergleich zu Leitungswasser als gesünder einstufen. Dies lässt sich so aber nicht sagen.

Leitungswasser Qualität

Das Leitungswasser ist das am stärksten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Je nach Wohnort gibt es vor allem geschmackliche Unterschiede aber die Qualität des Leitungswassers ist überall gut.

Stiftung Warentest testete Leitungswasser von 20 verschiedenen Standorten in Deutschland. Auf 126 Verunreinigungen wurde das Wasser untersucht. In keiner der Proben stießen die Prüfer jedoch auf gesundheitlich bedenkliche Mengen eines Stoffes.  Sie hielten alle die strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung ein. Manche Proben enthielten zwar Spuren von Pestiziden oder deren Abbauprodukten oder Spuren von Medikamenten aber in der Konzentration, dass kein gesundheitliches Risiko besteht.  

Mineralwasser

Den Titel Mineralwasser dürfen nur Wässer tragen, die aus tiefen, geschützten Quellen stammen und kaum behandelt werden. Dies ist auch der Unterschied zu Leitungswasser. Trinkwasser aus dem Hahn kommt vor allem aus dem Grundwasser, aber auch aus Flüssen, Seen oder Talsperren. Bevor es zum Verbraucher gelangt, bereites es die Wasserwerke chemisch nochmal auf.

Viele erhoffen sich von Mineralwasser auf Grund dessen eine größere Reinheit. Stiftung Warentest konnte dies aber teilweise wiederlegen.
In stillem Mineralwasser lassen sich häufig kritische Stoffe nachweisen. In der Hälfte von 32 untersuchten Produkten konnten die Tester Mängel entdecken. Im stillen Wasser waren Krankheitserreger, Spuren aus der Landwirtschaft und Industrie oder andere problematische Stoffe zu finden.

Zu keinem guten Ergebnis kam die Studie bei zwei Biowassern. Hier konnte nach Angabe der Stiftung Warentest außergewöhnlich viele Keime aber auch Stäbchenbakterien nachweisen. Wie die Keime in das Wasser gelangt sind, ist noch nicht geklärt.  Insgesamt ist stilles Wasser jedoch anfälliger als Sprudelwasser. Der Grund dafür ist, dass die Kohlensäure das Keimwachstum hemmt.

Zudem wurde der Mineralstoffgehalt der Wässer untersucht. Für Mineralwasser sind keine Mindestmengen an Mineralstoffen vorgeschrieben. 13 der 32 geprüften stillen Mineralwässer enthielten weniger Mineralstoffe als der Durchschnitt des für einen weiteren Test geprüften Leitungswassers. Der Name ist deshalb etwas irreführend.  

Fazit

Mineralwasser aus dem Supermarkt sieht in den Flaschen für viele geschmacklich ansprechender aus. Mineralwasser ist nur selten Fällen besser als Trinkwasser. Zum Beispiel bei bestimmten Ernährungsgewohnheiten wie vegane Ernährung. Durch die Ernähnrungsweise wird wenig Kalzium oder Magnesium aufgenommen. Ein Mineralwasser mit diesen Zusätzen aus dem Supermarkt kann den Defizit ausgleichen. Insgesamt ist Leitungswasser zum einem preiswerter, ökologischer und auch sicherer als Mineralwasser.

Wer wissen möchte, wie sich das Trinkwasser in der Region zusammengesetzt und ob es sich zum Beispiel für Babynahrung eignet, kann bei den örtlichen Wasserversorgern nachfragen. Letztendlich muss der Verbracuher jedoch entscheiden, welches Wasser er präferiert.

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