Kleines Yoga-Lexikon

 Yoga | Begriffe |

Im Folgenden werden verschiedene Begriffe aus der Yoga Praxis erklärt.

A wie Asana bis K wie Kriya

Asana bedeutet „feste Position“. Ursprünglich, so wie es in den Yogaschriften von Patanjali vor 2000 Jahren erwähnt wurde, war damit nur die feste Sitzposition gemeint. Im Lauf der Zeit wurde jede über eine längere Zeit gehaltene Position als Asana bezeichnet.

Ashtanga heißt wörtlich übersetzt „acht Glieder“. Man spricht aber auch von der „achtblättrigen Yogablüte“. Diese Yogaphilosophie umfasst folgende Aspekte:

  1. Yama: moralischer Verhaltenskodex
  2. Niyama: ebenfalls ein moralischer Verhaltenskodex
  3. Asana: Körperarbeit
  4. Pranayama: Atemkontrolle
  5. Pratyahara: Sinneszurückziehung
  6. Dharana: Konzentration
  7. Dhyana: Meditation
  8. Samadhi: innere Befreiung, Erleuchtung

Ayurveda bedeutet übersetzt das „Wissen vom Leben“ und ist die medizinische Schwesterphilosophie von Yoga.

Hatha Yoga hat sich im Westen als bekannteste Stilrichtung durchgesetzt, „hatha“ lässt sich mit Kraft oder Anstrengung übersetzen. Dabei werden kräftigende Körperübungen mit Atem- und Entspannungsübungen kombiniert, um ein inneres und äußeres Gleichgewicht zu schaffen.

Kapalabhati ist eine belebende Atemtechnik mit kräftiger Zwerchfellarbeit, direkt übersetzt bedeutet Kapalabhati „leuchtender Schädel“.

Kriya beschreibt eine Bewegungsaktion, die berühmteste Kriya ist der Sonnengruß.

L wie Lotussitz bis Y wie Yoga

Lotussitz ist die Bezeichnung einer Variante des Schneidersitzes, bei der die Füße mit dem Spann auf den Oberschenkeln liegen. Diese Sitzposition entwickelte sich in langen Meditationssitzungen der alten Yogis, um zum Beispiel Schmerzen an den Füßen zu vermeiden. Dabei wird der Hauptdruck auf die Knochen des Fußes, speziell auf den Spann, von den  Muskeln abgefangen.

Mudra nennt man eine Geste, die zum Beispiel Atmung, Entspannung, Meditation oder den Energiefluss unterstützen soll. Die bekannten Handgesten mit bestimmter Fingerhaltung heißen Hasta-Mudra.

Mantras sind Klänge oder Klangfolgen, die wiederholt werden, um den Geist zu beruhigen. Das berühmteste Mantra heißt „Om“ bzw. „Aum“.

Namaste ist der Gruß, mit dem viele Yogalehrer und Schüler sich zu Beginn der Stunde voreinander verneigen, die Handflächen dabei vor der Brust wie zum Gebet aneinander gelegt. In bestimmten hinduistischen Gebieten wird diese Geste als Grußgeste verwendet. Sie bedeutet außerdem: Ich ehre das Göttliche in dir.

Om oder Aum ein Symbol für das Große, Ganze. Wenn Om oder Aum laut gesungen wird, versetzt das den Körper durch die Vibrationen in leichte Schwingungen.

Pranayama ist die Lehre vom Atem, die Atemkontrolle. Prana steht für die Lebensenergie. Yama bedeutet dehnen bzw. unter Kontrolle bringen.

Sonnengruß heißt die populärste Yogaübung, auch Surya Namaskar Kriya oder Sonnengebet. Diese dynamische Bewegungsfolge führt man morgens aus und aktiviert dadurch mit den fließenden Vor- und Rückbeugen den ganzen Körper.

Yoga stammt ursprünglich vom Begriff „Joch“. Joch ist das Geschirr, welches unter das früher Zugtiere gespannt wurden. Es kann aber auch mit „Vereinigung“ übersetzt werden. Grundidee ist es, Körper und Seele zu einer Ganzheit zu integrieren.

 

(Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/, gesehen am 06.03.2017)

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