Goldene Milch: Das Trendgetränk als Wundermittel?

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Goldene Milch: Das Trendgetränk als Wundermittel?

Inhaltsverzeichnis
Ursprünge
Wirkung
Anwendungshinweise
Bestandteile des Klassikers
Variationen
Zubereitung und Rezepte
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Fazit

Ursprünge

Die Goldene Milch, auch Kurkuma Latte genannt, hat ihren Ursprung in Südasien. Als Bestandteil der Ayurvedischen Medizin, wird Sie dort schon seit langer Zeit konsumiert und als Heilmittel angesehen. Die Hauptzutat der Goldenen Milch ist gleichzeitig verantwortlich für die Namensgebung, denn durch den enthaltenen Kurkuma bekommt das Getränk seine gelbe Färbung.

Als Gewürzpflanze aus der Familie der Ingwergewächse kennen wir Kurkuma meist nur aus asiatischen Speisen, insbesondere aus den indischen Currys. In den letzten Jahren hat es allerdings einen Aufschwung um diese Pflanze gegeben, sodass Kurkuma in unserer westlichen Kultur mittlerweile als beliebtes Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird. Bei zahlreichen Supplement-Herstellern findet man daher Kurkuma im Sortiment, sowohl in Kapsel- als auch in Pulverform. Zudem untersuchen gegenwärtig zahlreiche Studien die Wirkung von Kurkuma auf den Körper, insbesondere im Hinblick auf die gesundheitlichen Vorteile des bioaktiven, sekundären Pflanzenstoffes Curcumin.

Kurkuma, Goldene Milch

Wirkung

Die Kurkuma-Pflanze hat nachgewiesene entzündungshemmende Eigenschaften. Daher wird Kurkuma besonders bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen unterstützend eingenommen. Da im Körper sehr häufig Entzündungsprozesse ablaufen können und viele Krankheiten aus Entzündungen resultieren bzw. von diesen verstärkt werden, ist die Goldene Milch besonders wirksam bei solchen Beschwerden. Zudem kann Kurkuma sogar schmerzlindernde Eigenschaften haben, auch wenn hier die wissenschaftliche Datenlage in Zukunft noch durch größer angelegte Studien verbessert werden muss.

Des Weiteren wird Kurkuma eine antiallergene und desensibilisierende Eigenschaft nachgesagt. Sowohl bei Pollenallergien, als auch bei Lebensmittelallergien konnte Kurkuma bereits symptomlindernd eingesetzt werden.

Bezüglich der antibakteriellen Eigenschaft des Kurkuma, lässt sich ein Einfluss auf die Magen-Darm-Tätigkeit sowie die Hautgesundheit vermuten. Bei Beschwerden des Verdauungstraktes oder Hautunreinheiten kann Kurkuma daher auch positive Auswirkungen hervorrufen.

Der im Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin erhöht zudem die körpereigenen Antioxidantien, welche dem Kurkuma eine antioxidative Wirkung nahelegen. Diese ist im Hinblick auf die Behandlung von Krebserkrankungen von großer Bedeutung und wird daher momentan in einigen Studien untersucht.

Zuletzt kann Kurkuma wohl auch einen positiv-regulierenden Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben, eine durchblutungsfördernde Wirkung erzielen und die Insulin-Sensivität erhöhen. Dieser Umstand spielt bei der unterstützenden Therapie von Diabetes mellitus eine Rolle, bis hin zur Reduzierung diabetischer Folgeerkrankungen.

Sind in der goldenen Milch noch andere Bestandteile enthalten, werden weitere positive Aspekte deutlich. Auch hier sind jedoch vermehrt Studien nötig, um wissenschaftlich belegbare Aussagen treffen zu können. Lesen Sie hier weiter, um Variationen der Goldenen Milch kennenzulernen, die vor allem bei Hautunreinheiten, Haarausfall oder Rgeelbeschwerden helfen können.

Anwendungshinweise

Kurkuma wird eine niedrige Bioverfügbarkeit zugesprochen, das heißt die Aufnahmefähigkeit des Körpers ist bei Kurkuma eingeschränkt. Um diese zu erhöhen, kann der Stoff Piperin der Goldenen Milch zugesetzt werden, indem frischer schwarzer Pfeffer in die Mischung gerieben wird. Geschmacklich tut es der Goldenen Milch keinen Abbruch, da sich die leichte Schärfe des Pfeffer hervorragend mit dem würzigen Kurkumageschmack verbindet. Hier sollte dennoch mit Vorsicht gewürzt werden, denn zu große Mengen schwarzen Pfeffers können die Magen- und Darmschleimhaut reizen. Teilweise existieren auch positive Erfahrungsberichte zur Goldenen Milch, bei denen der Pfeffer weg gelassen wurde. Hier gilt, wie bei Vielem: Probieren Sie sich selber durch und achten Sie auf Ihren Körper während der Einnahme.

Bezüglich der Fettlöslichkeit des Kurkuma, wird angeraten, der Goldenen Milch etwas Öl hinzuzufügen. Folgende Öle eignen sich zum Beispiel besonder gut, da sie das Getränk geschmacklich ergänzen und über gesundheitsfördernde Eigenschaften vefügen:

  • Kokosöl
  • Leinöl
  • Schwarzkümmelöl
  • CBD-Öl

Genauso können Sie aber auch fetthaltige Speisen, wie Bananenchips oder Nüsse, parallel zur Goldenen Milch zu sich nehmen.

Bestandteile des Klassikers

Die klassische Goldene Milch wird auf Pflanzenmilch-Basis angerührt und warm genossen. Neben dem Kurkuma ist noch frischer Ingwer enthalten, der insbesondere auf das Immunsystem einen unterstützenden Einfluss nimmt. Die zusätzlichen Komponenten zum Süßen und zum Würzen können genauso wie das Öl nach eigenem Geschmack ausgesucht werden. Nach diesem Rezept können Sie die klassische Goldene Milch zubereiten:

 

Zutaten:Zubereitung:
  • Kurkuma (frisch: 2 cm Stück; Pulver: 1 geh. TL)
  • Ingwer (frisch: 1cm Stück; Pulver: 1 TL)
  • Wasser 500 ml
  • Pflanzenmilch 250 ml (z.B. Hafer-, Mandelmilch)
  • 1 EL Honig / Agavendicksaft / Dattelsirup
  • 1/2 TL Zimt / Kardamom
  • 1 TL Kokosöl / Leinöl / Schwarzkümmelöl
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
Kokosöl im Topf erhitzen und alle Gewürze kurz anbraten. Mit dem Wasser ablöschen und unter gelegentlichem Rühren auf die Hälfte reduzieren. Die Milch hinzugeben. Kurz darauf den Topf vom Herd nehmen und die Flüssigkeit 5 Minuten ziehen lassen. Danach etwas zum Süßen einrühren und mit einer Prise schwarzem Pfeffer abschmecken. Warm genießen!

Goldene Milch

Variationen

Sie können die Goldene Milch auch mit anderen Flüssigkeiten als Pflanzenmilch zubereiten. Geschmacklich passen auch Säfte besonders gut. Oder aber Sie rühren die Zutaten nur in Wasser an.

Es ist zudem möglich, verschiedene andere Pulver in die Goldene Milch zu integrieren, um von weiteren gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren und die Nährstoffdichte der Zubereitung zu erhöhen. So können Sie z.B. Hagebuttenpulver hinzufügen. Dieses hat einen enorm hohen Vitamin C-Gehalt und ist gut für Knochen und Gelenke. Gerstengras-Pulver ist besonders nährstoffreich und enthält eine große Menge an Eisen. Es wirkt besonders bei Haut- und Haarproblemen und kann auch die Verdauung unterstützen. Sollten Sie mit der Einnahme von Gerstengras beginnen, ist eine kleine Dosis empfehlenswert. Sie können sich dann langsam steigern, je nach Wohlbefinden. Ashwaganda-Pulver wirkt hormonausgleichend, stressreduzierend und fördert die Muskelregeneration. Shatavari-Pulver kann ebenso bei hormonellen Störungen helfen und besonders bei Frauen mit Zyklusbeschwerden ausgleichend wirken. Hier sind ebenso eine Vielzahl an Vitalstoffen enthalten.

Auf jeden Fall sollten Sie die Qualität der ausgewählten Produkte beachten und Bio-Qualität vorziehen. Setzen Sie auf den Händler Ihres Vertrauens und probieren Sie sich auch einfach mal durch.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Generell ist es wichtig, eine passende Dosis für sich selbst zu finden. Dabei sollte man auf die Anzeichen des eigenen Körpers hören und bedenken, dass auch teilweise Erstverschlimmerung auftreten können, die sich mit der Zeit bessern. Hinsichtlich Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten empfehlen wir den Gang zum Arzt oder Apotheker. Bekannte aber seltene Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kurkuma sind z.B. Magenschmerzen, Allergien oder ein trockener Mund.

Fazit

Zum Abschluss lässt sich feststellen, dass dem Kurkuma als traditionelle Heilpflanze der Ayurvedischen Medizin eine Vielzahl an positiven Wirkungen auf den Körper zugesprochen werden. Die wissenschaftliche Studienlage ist zwar noch recht dürftig, dennoch kann auch die Selbsterfahrung dazu genutzt werden, solch eine positive Wirkung zu erzielen. Hierbei sollten Sie sich vorsichtig an die empfohlene Dosis herantasten und auf die Signale Ihres Körpers achten.

Die Goldene Milch ist definitiv nicht ohne Grund zum Trendgetränk geworden. So überzeugt diese durch ihr Aussehen, den Geschmack und die gesundheitsförderlichen Auswirkungen auf den Körper.

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