Ausdauersport Radfahren

Was gibt es schöneres als bei heiterem Wetter mit dem Fahrrad die Gegend zu erkunden. Neben der frischen Luft sorgt das Fahrradtraining auch für die ausreichende Bewegung im Alltag.  Fahrradfahren ist zudem eine sehr gute Möglichkeit, um sich gelenkschonend fit zu halten. Durch die leichte Anpassung des Schwierigkeitsgrades, eignet sich das Fahrradfahren auch für ältere Generationen.

Fahrradfahren-Lieblingsoutdoorsport der Deutschen

Laut der aktuellen Umfrage der TK ist Radfahren die beliebteste Outdoor-Sportart der Deutschen. Vor allem in ländlichen Orten steht die Sportart am vordersten Platz. Wobei die Männer unter uns deutlich häufiger auf das Rad (44 Prozent) steigen als Frauen (35 Prozent). Im Altersvergleich ist die jüngere Generation zwischen 18 und 25 Jahren lieber mit dem Fahrrad unterwegs als die Ältere. (TK) Fahrradfahren macht aber auch im Alter noch Spaß. Es schont die Gelenke und optimiert die Fitness. Auch bei manchen Beschwerden sorgt die Bewegung mit dem Rad für Hilfe. Zudem hat es auch positive Auswirkungen auf die Psyche, wie zahlreiche Studien belegen.

Die Geschichte des Fahrrads

Vor etwa 200 Jahren wurde der Vorgänger eines Fahrrads erfunden. Der deutsche Erfinder Karl Drais entwickelte eine Laufmaschine. Er fuhr damals mit der sogenannten Draisine durch Mannheim. Die ersten Laufräder waren aus Holz. Sie konnten über das Vorderrad gelenkt werden. Zu der Zeit gab es noch keine Pedale. Man musste sich also mit den Füßen abstoßen. Dies änderte Philipp Moritz Fischer und brachte Pedale an der Vorderachse des Laufrads an. Somit erhöhte er die Fahrgeschwindigkeit. Diese Räder hatten allerdings große Vorderräder und nannten sich „Hochräder“. Es war schwierig zu fahren. Das richtige Fahrrad wurde erst im 19. Jahrhundert in Frankreich erfunden. Es hieß „Vélocipède“ oder kurz „Velo“. Ab diesen Zeitpunkt stellten sie in Paris in einer Fahrradfabrik die ersten Fahrräder.

Radfahren als Ausdauersport

Radfahren ist ein hervorragendes Ausdauertraining. Es schont nicht nur die Gelenke, sondern kräftigt auch die Muskulatur. Trainiert werden Beine, Po und Rücken sowie Arme, Schultern und Nacken.

Die Trainingsintensität lässt sich beim Fahrrad leicht dosieren. Kurze Touren und ebene Flächen halten die Belastungsintensität eher niedrig. Wenn ein höherer Trainingseffekt gewünscht ist, verlängert man die Strecke oder begibt sich ins Gelände. Die verschiedenen Fahrradtypen machen das Fahrrad als Trainingsgerät zum echter Allrounder.

Was bringt das Fahrradfahren?

Gewichtsreduktion

Radfahren ist eine gute Wahl, wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren möchten. Sie können bis zu 800 Kilokalorien pro Stunde verlieren. Dies ist natürlich abhängig von der Intensität und dem Körpergewicht. Besonders bei höherem Gewicht eignet sich Radfahren sehr gut. Die Belastung auf die Gelenke, wie die Hüfte und das Knie sind wesentlich geringer im Vergleich zum Laufsport. Die Belastung verringert sich durch die Sitzposition auf die Gelenke. Außerdem ist die effektivste Methode zum Abnehmen und zur effektiven Fettverbrennung moderates Ausdauertraining. Radfahren ist dafür genau die richtige Trainingsmethode.

Herzkreislauferkrankungen

Regelmäßige körperliche Aktivität verringert das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Durch den Ausdauersport auf dem Rad ist eine Risikoverringerung um 20% möglich. Fahrradfahren unterstützt gleichfalls die Gesundheit und Leistungsfähigkeit auch bei bereits vorhandener Herzschwäche. Eine Schonung der Herzmuskulatur ist nur zu Beginn von den Ärzten empfohlen. Nach der Heilung sorgt eine leichte Aktivität für den entsprechenden Wiederaufbau der Funktionen. Mit Sport kurbeln Sie folglich den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Da beim Radfahren Blutdruck und Puls schnell ansteigen können, sollte die Belastung stets im Auge behalten werden. Zudem ist vor dem Trainingsbeginn die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu empfehlen. So können Sie Ihr Training insoweit von der Intensität und der Dauer auf ihren Gesundheitszustand abzustimmen.

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können durch regelmäßige Aktivität vorgebeugt oder gelindert werden. Besonders Bandscheibenvorfälle lassen sich präventiv durch Bewegung vermeiden. Der Stoffwechsel der Bandscheiben zum Beispiel funktioniert über Bewegung. Durch Be- und Entlastung transportiert der Organismus Nährstoffe in die Zellen. Zudem werden gleichzeitig Abfallstoffe herausbefördert. Bei Bewegungsmangel kommt es folglich zu einem Ungleichgewicht. Durch anhaltende Belastung können schließlich Schäden an der Bandscheibe entstehen. Das Fahrradfahren stärkt neben der Muskulatur die Bänder. Des Weiteren trainiert die isometrische Halteposition auf dem Rad insbesondere auch die Rückenmuskulatur. Darüber hinaus werden auch Schultern und Trizeps gefordert. Wichtig bei vorliegenden Rückenschmerzen ist immer die relativ aufrechte Sitzposition, denn sie entlastet ebenfalls Nacken und Schultergürtel.

Fehler beim Radfahren

Damit es beim Training nicht zu Verletzungen kommt und Sie auch Spaß dran haben, sollten Sie die drei Fehler vermeiden:

Falsche Rahmenhöhe

Oft ist die Rahmenhöhe des Rades zu großen oder zu klein. Dies kann beispielsweise zu Verletzungen oder Haltebeschwerden als auch Muskelverspannungen führen. Welche Rahmenhöhe für Sie die optimale ist, hängt von dem Typ des Fahrrades ab (z.B. Citybike oder Mountainbike) Deshalb lassen Sie sich am besten im Fahrradladen zur optimalen Größe beraten.

Zu hohe Trainingsziele

Wie bei jedem Training gilt auch beim Fahrradfahren die Regel, erstmal langsam beginnen. Wie heißt es so schön: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Überstürzte lange und intensive Touren sind meist mit Verletzungen, Überbelastung von Muskeln und Sehnen als auch Gelenken verbunden. Einsteiger sollten deshalb mit lockerem Fahrradfahren beginnen. Damit Sie später einen Trainingseffekt erzielen, steigern Sie den Umfang und die Intensität nach und nach.

Ungenügende Ausrüstung

Bei regelmäßigen Radtouren sollte als Basis-Ausrüstung ein Helm, Fahrradhandschuhe und eine Radbrille vorhanden sein. Diese schützen zum einen vor Verletzungen und geben Ihnen zum anderen ein sicheres Gefühl auf dem Fahrrad. Eine passende Funktionskleidung beziehungsweise Sportshirts und Radlerhose, um den Schweiß aufzufangen, ist von Vorteil. Ferner schont die Radlerhose den Po. Damit Sie auch bei Pannen nicht ganz auf fremde Hilfe angewiesen sind, ist ein kleines Werkzeugtäschchen mit Flicken, sowie eine Minipumpe sinnvoll.

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