Entspannung via Smartphone? Geht das?

Entspannung | Medien | Smartphone

Alle sprechen von Smartphone-Detox. Das Handy soll weg, es macht uns krank. Sicherlich ist da einiges dran. Denken wir nur an den Einfluss des blauen Lichts aus unseren Bildschirmen: mögliche Augenschäden, Konzentrationsprobleme, Einschlafstörungen.

In den USA wurde hierfür sogar schon das NoPhone entwickelt, eine vollkommen funktionslose Handyattrappe, die Smartphonesüchtigen helfen soll, sich von ihrem Telefon zu entwöhnen. Übrigens schon vor knapp fünf Jahren!

Aber was, wenn wir uns von unserem Smartphone nicht nur berieseln lassen, sondern es als Möglichkeit nutzen? Wenn wir den Spieß einfach rumdrehen? Das Smartphone zur Entspannung: Wie das gehen kann und welche Apps Sie dafür nutzen können, erfahren Sie hier:

Calm

Eine Achtsamkeits-App, die viele verschiedene Funktionen enthält. Besser einschlafen, entspannen oder konzentrieren. Schon das Öffnen der App versetzt Sie in eine sanfte Stimmung. Landschaften, Himmel, Meeresanblick: alles untermauert von entsprechender akustischer Begleitung. Calm bietet auch ganze Meditationskurse zu verschiedenen Inhalten. Eine beliebte App mit hoher Nutzerzahl.

https://www.calm.com/

Headspace

Hierbei handelt es sich um eine typische Meditations-App. Besonders toll für Einsteiger: Headspace Basic ist ein „Basiskonzept“ aus 10 geführten Meditationen. Kleine Sinneinheiten und kurze Videos in toller, eigener Aufmachung erklären außerdem typische Inhalte aus Meditations- und Entspannungsbereichen. Headspace ist eine tolle Möglichkeit diese Bereiche auf einfache Art und Weise in den Alltag einzubinden.

https://www.headspace.com/de

Sanvello

Diese App ist auf mehr auf Entspannungs- und Atemübungen ausgelegt. Sanvello ist auch geeignet für tiefgreifendere Arbeit und eine ganze Bandbreite zu Themen der psychischen Gesundheit. Für Menschen mit Angst- und Depressionszuständen zum Beispiel. Sie können hier ihr eigenes „Gefühlstagebuch“ führen und dafür ihre Entwicklung tracken. Zudem kann man sich hier zusätzlich in einer Community-Funktion mit anderen austauschen.

https://www.sanvello.com/

Mandala coloring

Mandalas ausmalen wirkt beruhigend und erholsam. Diesen Effekt kann man sich auch digital zu nutze machen und braucht dafür kein Heftchen und Buntstifte mit sich zu tragen. Die Mandala-App lässt Sie aus vielen verschiedenen Vorlagen, Formen, Farben etc. auswählen und läd zum Kreativsein ein. Natürlich kann man auch hier beruhigende Klänge im Hintergrund auf sich wirken lassen.

https://www.stressreliefcoloringapp.com/

Hello mind

Eine etwas andere App, die neben den gängigen Funktionen eine Art Hypnose-Möglichkeit eingebaut hat. Es soll einem ermöglichen seine Gedanken tatsächlich für einige Momente komplett auszublenden. Ob das geht? Das könnte was für Sie sein? Dann ausprobieren!

https://www.hellomind.com/

Podcasts

Warum nicht auf Altbewertes zurückgreifen? Anfang der 2000er entstanden, sind Podcasts sozusagen die alten Hasen unter den Nutzungsmöglichkeiten unserer Smartphones. Die Zahl an Angeboten, Inhalten, Formaten von Podcasts steigt seit einigen Jahren fast täglich an. Podcasts sind mal kurze, mal längere Video- oder Audiodateien, die online abrufbar sind und sich meist als ganze Serie gestalten. Thematisch gibt es hier keine Grenzen. Einfach mal stöbern und bei dem reinhören, was sie interessiert. Oft entwickelt man dann Lieblingspodcasts, auf denen man hängenbleibt und sich in der Folgewoche schon wieder auf neues „Gedankenfutter“ freut.
Da Sie hier also nicht zwangsläufig Entspannungsübungen oder Meditationen hören (das gibt es jedoch auch zur Genüge!), eignen sich Podcasts hervorragend, um sie „nebenbei“ zu hören und sich somit einfach auf andere Gedanken oder zur Ruhe bringen zu lassen. Sie verschönern auf diese Weise Spaziergänge, Zugfahrten oder das Warten an der Kassenschlange.

Kann ich nun damit entspannen?

Ob diese Arten von Entspannungs- und Meditationsnutzung nun mit den „smartphonefreien“ Techniken vergleichbar sind, das muss wohl jeder selbst wissen. Und vorallem ausprobieren.
Eine tolle Alternative zum Nutzen von zeitraubenden Social Media und Spiele-Apps sind sie jedoch ohne Frage.
Und ein toller Einstieg in die Themen „selfcare“, Entspannung und Stressregulierung. Besonders für all diejenigen, die damit bisher keine Berührungspunkte haben. Schließlich sind sie eine kleinere Hürde. Zwei klicks, Kopfhörer rein, und mal schauen, was es mit dem Meditieren so auf sich hat. Und schon in den ersten paar Minuten lernt man, das Meditieren ja doch nichts damit zu tun hat, nichts zu denken…

Und jetzt?

Probieren Sie es aus! Oder schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren. Mit dem Meditieren per Smartphone, mit dem Entspannen per Smartphone oder aber auch wenn Sie der Meinung sind, dass das überhaupt nicht möglich ist! Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen.

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